• Category Archives Meine Meinung
  • Doktorwürden

    Posted on by heiko

    Ich frage mich ja manches Mal, wie dreist, wie dumm, oder in diesem Fall, wie dummdreist man sein kann.
    Dass Frau Koch-Mehrin ihren Doktortitel zurückhaben will, kann man ja verstehen. Dass sie dann jedoch argumentiert, die Uni wusste von Beginn an über die Schwächen ihrer Arbeit Bescheid, ist nicht nur ein Armutszeugnis sondergleichen, sondern auch ein Schlag ins Gesicht jedes Wissenschaftlers.
    Die Argumentation mag ja formell korrekt sein, ethisch betrachtet disqualifiziert sie sich damit selbst und unterstreicht, dass sie es nie verdient hatte, diesen Titel zu führen.
    Und nur um den Titel geht es ihr, nicht um die damit verbundene Würde.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,774884,00.html

     



  • 18.01.2011

    Folgendes Szenario:
    Gasversorger schickt Preiserhöhung
    Ich kündige, suche einen neuen, günstigeren Anbieter. Diesem teile ich mit, dass ich dem alten Versorger bereits zum xx.xx. (Versorgung läuft zu der Zeit noch über den alten Versorger) gekündigt habe und ab dann versorgt werden möchte.
    Wochen später erhalte ich Post vom neuen Versorger, der alte (der mich noch immer versorgt) teilt mit, dass er mich/meinen Anschluss nicht kennt.
    Daher kann er bei dem Anbieterwechsel nicht behilflich sein.
    So so. Ein Einzelfall.
    Nein.
    Jetzt die Telekom. Das gleiche in Grün. Sie versorgen uns überteuert mit zu schlechter Leistung. Also kündige ich, will wieder einmal autark/mobil den Festnetzanschluss nutzen. Die Kündigung wird bestätigt.
    Dann finde ich ein reizvolles Angebot von o2, mit dem ich dann doch bezahlbar einen Festnetzanschluss behalten kann. Also beantrage ich eine Portierung meiner Rufnummer.
    Nun schreibt o2, dass diese Nummer der Telekom nicht bekannt sei, daher nicht portiert werden kann (der Vertrag der Telekom läuft noch ca. 2 Wochen).
    Wenn ich den Vertrag der Telekom gekündigt hätte, solle ich doch die Kündigung zurücknehmen, um dann meine alte Rufnummer freischalten und portieren zu lassen.
    Tolle Idee. Nur läuft der Vertrag bei der Telekom (siehe oben) nur noch 2 Wochen. Heißt: eine Rücknahme meiner Kündigung würde mich weitere 12 Monate an diesen Verein binden….

    Also gibt’s dann wohl eine neue Nummer ab Februar…

    Schöne neue Welt.
    Ich glaube, ich werde das im Job demnächst auch so machen: Wenn mein Vertrag ausläuft, mein Arbeitgeber mir kündigt, kenne ich den auch nicht mehr. Bei allen eingehenden Anrufen und Anfragen stelle ich mich dumm und sage „‚tschuldigung, Sie haben sich verwählt“….



  • War das heute wieder ein Beispiel über die

    Schnellebigkeit und Wertigkeit in der heutigen Nachrichtenwelt?

    CNN (meine erste Quelle in diesem Fall – CET 20:48) bringt die Meldung, dass Tiger Woods einen Autounfall hatte. Die anderen Medien twittern und bloggen schnell nach. Die Nachricht dramatisiert sich quasi von selbst.

    N-tv bringt ein Dauerlaufband mit dieser Info auf gefühlte 50 Infozeilen aufgebläht, ohne mehr Informationen zu bringen.

    Schnipp twittert um CET 23:19 – about two hours darüber, dass WELT-online diese Meldung so spät bringt.

    Inzwischen ist Tiger Woods schon schwer verletzt bei N-tv, kurz darauf kommt das neue Update von CNN – Tiger Woods ist schon wieder aus dem Krankenhaus entlassen – CET 21:25

    Innerhalb von handgestoppten 37 Minuten konnte sich die Welt von kollektiver Aufruhr wieder in eine meditative Ruhe versetzen und auf die Homestory in der BUNTEn (GER) warten, wo TW dann seine Wunden (buchstäblich) leckt und medial pflegen lässt.

    Oh!

    CET 23:33 Meldung aus China – irgendwas mit Sack…

    Ich halte Euch auf dem Laufenden!!!



  • Liebe Charlotte Roche…

    …ich fang doch jetzt mal an wie Weiland Josef Wagner in der BILD.

    Gestern zappte ich mal wieder aus Verzweiflung in Deine Sendung 3nach9. Als Stargast in dieser Jubiläumssendung hattet Ihr Sting zu Gast. Was Du Dir dann jedoch bei dem Interview gedacht hast, ist mir gelinde gesagt ein Rätsel.

    Ein Gespräch mit einem Star der Güteklasse Sting mit Fragen zu bestreiten wie
    „Du hast jetzt einen Bart…“
    „Ist das Dein Hund auf dem Plattencover?“
    „Magst Du den Winter?“
    „Wie findest Du Weihnachten?“
    „War es kalt im Studio in Italien?“

    spotten wirklich jeder Beschreibung.

    Mir ist schon klar, dass Du zum einen noch auf der Suche nach Deiner neuen Rolle bist, dass Du zum zweiten nicht mit jedem Interviewgast zuvor nackig vor der Kamera gestanden haben kannst (wie mit Bela einige Wochen zuvor), dass Du drittens bei einer Sendung wie 3nach9 mit Sting auch nicht über Sperma und dessen Geschmack reden kannst (wie damals mit Robbie Williams auf Pro7?).

    Aber es muss doch einen Weg dazwischen geben, oder?

    Die gestern gestellten Fragen sind dem Format 3nach9 und vor allem auch eines Gastes wie Sting unwürdig.



  • +ebay-

    Nach langer Zeit mal wieder verkaufte ich jüngst (als ehem. Powerseller) einige Sachen, deren wir überdrüssig waren, bei eBay.

    Einiges hat sich getan, einiges hat sich geändert.

    Äußerst positiv ist mir aufgefallen, dass es eine Kooperation mit DHL gibt, so dass man direkt aus eBay die Versandaufkleber drucken kann, diese per Paypal zahlen kann, und fertig ist die Laube. Drucken kann man auch die „normalen“ Adressetiketten für Briefe, Warensendungen etc. – mithin alles, was unter dem Dach Post AG firmiert. Um hier jedoch das Porto zahlen zu können, muss man Stampit-Kunde sein, ein Unterfangen, das ich mehrfach vergeblich in Angriff nahm. Löblich zudem, dass Pakete, die online gezahlt werden, noch 1 Euro günstiger sind. So kann man bequem die Etiketten drucken und zahlt für ein 10kg Paket nur 5,90,- Euro.

    Was eBay allerdings geritten hat, bei einigen Rubriken kostenlosen Versand vorzuschreiben, kann man zwar erahnen, sinnvoll wird’s dadurch trotzdem nicht. Es mag für „Kleinstartikel“ sinnig sein, bei denen oft und gern versucht wurde, Gebühren zu sparen, indem hohe, überteuerte Versandkosten angesetzt wurden. So ist unter anderem die Rubrik „Notebookzubehör“ davon betroffen. Darunter fallen jedoch auch Notebooktaschen. Zum anderen sprengen diese Taschen teils die Dimensionen eines Päckchens, so dass man als Verkäufer die Versandkosten in Höhe von 6,90,-/5,90,- Euro subventionieren muss. Da stimmt die Relation dann auch schnell wieder nicht mehr…



  • Bon Jovi hat ne neue

    Scheibe…

    Letzte Woche hörte ich im Auto mal wieder Alsterradio. Plätscher plätscher…Bon Jovi…Lied aus…Call in:

    Sacht mal, war das da eben nicht Bon Jovi? Warum kenne ich das Lied noch nicht, ich bin doch großer Fan.

    Ja, das war die neue Single von Bon Jovi, die wir auf Alsterradio exklusiv schon spielen. Born to follow heißt die…bla bla bla.

     

    Ok, ich bin kein echter Bon Jovi Fan, aber klingt nicht nur der Titel, sondern der ganze Song nicht wie „Born to be my baby“ (oder so)?

    Scheinbar sind jetzt auch Bon Jovi vom Nickelback-Effekt betroffen…

    Grausam, aber geschäftstüchtig, schließlich kommt das Album im November auf den Markt – rechtzeitig für die Weihnachtswunschzettel.



  • Laster Alkohol

    Posted on by heiko

    Jeden Abend, an dem ich mit dem Hund an der Hohen Sonne einen Spaziergang mache, stehen dort zahlreiche (Kies)Laster der Firma Neumann und deren Fahrer.

    Ein geselliges Zusammensein wie es scheint.

    Irritierend finde ich lediglich, dass (fast) alle Fahrer dort mit (mind.) einem Bier in der Hand stehen und dieses selbstredend auch verköstigen.

    In meinen Augen ist dort keineswegs das Ende ihres Arbeitstages, die LKW bleiben dort nicht über Nacht stehen.

    Warum also trinken sie dort im Dienst Alkohol?



  • Ablösesummen Fussball 2009

    Posted on by heiko

    92 Mio. für C. Ronaldo, 63 Mio. für Kaka, 25 Mio. + 2 Spieler für Ribery, 53 Mio. für Villa, dazu noch die „deutschen“ Transfers 30 Mio. für Gomez, 20 Mio. de Jong.

    Da fragt man sich doch, was ist da in den letzten Monaten passiert, dass die Gelder so locker sitzen, dass in Anbetracht der weltwirtschafltichen Situation das Geld mit so vollen Händen ausgegeben wird.

    Die Entwicklung der Ablösesummen ging ja schon eindeutig in diese unvorstellbare Richtung, doch waren dies in der Vergangenheit meist Einzelfälle: Ronaldo, Ronaldinho, Zidane, Beckham.

    Mir stellt sich mit Blick auf Real Madrid die Frage, was wollen die mit all diesen Spielern? Mit nem 8er Mittelfeld, 1 Torwart und 2 Stürmern spielen?

    Kaka, Ronaldo, Ribery, dazu die Altlasten Snejder, van der Vaart, Guti, Raul etc.

    Alle können nicht spielen und nur mit Offensivpower den Gegner beeindrucken und binden erscheint mir auch als zweifelhafte Strategie.

    Ist es wirklich nur ein Geschäftssinn, der dahinter steckt? Dietmar Beiersdorfer nannte in einem Mopo-Interview die Zahlen 73 Mio. für Zidan gegen 300 Mio. Marketingeinnahmen. So rechnet sich das ganze ja. Doch sollte nicht auch beim modernen Fussball der Sport und der sportliche Erfolg nicht vornan stehen?

    Der nächste Aspekt ist dabei auch, kann es sich der Verein überhaupt leisten? Dazu ist zu lesen, dass Real angeblich Darlehen in Höhe von 300 Mio. benötigt, um die Wahlkampfversprechen des neuen Präsidenten stemmen zu können.

    Wahnsinn.

    Da loben wir doch das Festgeldkonto des FC Bayern. Doch auch diese scheinen alle Maßstäbe über Bord geworfen zu haben: 30 Mio. für Mario Gomez. Ligaintern der mit Abstand teuerste Wechsel. Gerechtfertigt? Ich habe da meine Zweifel. Das einfachste Argument dafür ist sicherlich: hätten wir das nicht gezahlt, hätte es ein anderer Verein (aus dem Ausland) getan. Und die Liga wäre wieder um einen Klassespieler ärmer.

    Ja ja die Gutmenschen des FCB. Umso lauter mokieren sich Rummenigge und Co. jetzt über den internationalen Ablösewahnsinn. In meinen Augen sollten sie doch einfach vor der eigenen Tür kehren. Die 30 Mio. haben in der Bundesliga ja auch einige Steine ins Rollen gebracht. Stuttgart weiß nicht, wohin mit dem Geld, ködert jetzt ebenfalls Spieler, die noch unter Vertrag stehen, mit Summen, die diese beileibe nicht wert sind – Ba.

    Womit wir bei der nächsten Komponente dieses Komplexes sind. Verträge.

    Waren doch früher mal dazu da, Arbeitsverhältnisse verbindlich für beide Parteien zu regeln.

    Inzwischen hat es den Anschein, als würden Verträge (vorrangig zwischen Spieler und Verein) dazu gemacht, die Konditionen für eine vorzeitige Auflösung des Arbeitsverhältnisses festzuschreiben: Ablösesummen werden festgelegt, welche Vereine als Verhandlungspartner in Frage kommen, wird festgelegt.

    Vertragsverlängerungen dienen mitunter nur noch als panischer Reflex, die eigenen Spieler nach Ablauf des Vetrags nicht für nix und wieder nix ziehen zu lassen. Wobei die Spieler nicht selten die gesparte Ablöse in Form von Handgeld kassieren.

    Dass diese Unart, Verträge nicht mehr zu respektieren, jetzt auch auf die Trainer übergegriffen hat, ist umso schlimmer.

    Doch, was ist zu tun? Es existiert ja bereits eine Regel, die festschreibt, zu welchem Zeitpunkt mit Spieler und Vereinen über einen Wechsel gesprochen werden darf. Wenn sich daran nicht gehalten wird, sind die Sanktionen jedoch bis dato watteweich. Das schreckt keinen Scheich, kein Real Madrid.

    Eine Gehaltsobergrenze (Salary Cap) wie im US-Sport dient auch eher dazu da finanzielle Gleichgewicht der laufenden Kosten zwischen den Vereinen herzustellen. Dort gehen die zu verschiebenden Gelder eh direkt in die Taschen der Spieler. Transfers laufen dort nur nach einen speziellen Tauschmuster ab, das hier zu erläutern den Rahmen sprengen würde.

    Für den Fussball würde ich jedoch eine andere Lösung bevorzugen, wie sie auch schon mehrfach eingeworfen wurde. Dieses Konzept ging in die Richtung einer Obergrenze der Personalkosten, die sich am Gesamtbudget des Vereins orientiert.

    Zusätzlich jedoch sollten UEFA, FIFA und/oder die nationalen Verbände eine Lösung finden, bzw. ein Exempel statuieren für die fortwährenden Vertragsbrüche, bzw. Vertragsauflösungen.

    So, wie es derzeit jedoch läuft, wird mir ein wenig schwindelig.



  • Jugendliche – Alkoholkonsum – Werbung

    Posted on by heiko

    Gerade höre ich in den Nachrichten (News), dass einer neuen Studie zufolge Jugendliche, die (regelmäßig) Werbung für Bier und Wodka (alkoholische (Mix-)Getränke) sehen, zu einem größeren Alkoholkonsum neigen.

    Aha.

    Stellt sich doch mir da die Frage: Huhn oder Ei?

    Sind nicht Jugendliche, die laut dieser Umfrage mehr Werbung gucken, nicht ohnehin schon einem Umfeld ausgesetzt, in einem Umfang aufgewachsen, in dem ein anderes Verhältnis zum Alkoholkonsum vorgelebt wird als Jugendlichen, in deren Haushalt D-Radio und arte den Medienalltag dominieren?

    Mal sinnieren…